Startseite
Die Therapeutin
Die Angebote
Lerntherapie
Psychotherapie
Mediation
Kommunikation
Kontakt



Konfliktlösung
Wilhemshaven


Ich betreibe seit den neunziger Jahren die Rechtschreibwerkstatt Wilhelmshaven. Dazu bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind: Eigentlich hatte ich nach der Prüfung zur Transaktionsanalytikerin vor, auf eine freiberufliche Existenz als Psychotherapeutin und Psychologische Beraterin hinzuarbeiten, doch die erwachsenen KlientInnen, die ich in der nebenbei betriebenen Beratungspraxis - ganz zu Beginn noch in meinem Wohnzimmer - beriet, trugen vielfach auch die Probleme ihrer Kinder (oder ihre Probleme mit ihren Kindern) an mich heran. Und für eine Pädagogin war es ja naheliegend, auch mit diesen Kindern zu arbeiten. Zunächst bezeichneten wir - die Eltern, die Kinder und ich - das, was wir da taten, noch als Nachhilfeunterricht. Die Einbeziehung der Transaktionsanalyse erweiterte diese Arbeit bald zur Kindertherapie.

Der Kontakt mit dem Inhaber der Rechtschreibwerkstatt Leer führte mich schließlich dazu, mich auch zur Legasthenietherapeutin ausbilden zu lassen. Das Ergebnis war die Rechtschreibwerkstatt.

Als Legasthenie bezeichnet man eine besondere Schwierigkeit beim Lesen- und Schreibenlernen, die nicht auf einen Mangel an Intelligenz und nicht auf unzureichenden Unterricht zurückzuführen ist. Es gibt eine Vielzahl von Theorien über die Gründe des Entstehens einer solchen Schwäche, und wahrscheinlich gibt es viele mögliche Gründe dafür.

Ein praktikabler Ansatz, legasthenen Menschen zu helfen, besteht darin, herauszufinden, welche für das Lesen und Schreiben erforderlichen Teilleistungen vorhanden sind und welche nicht oder nicht ausreichend. Diese Teilleistungsbereiche können sowohl mit sprachlichem als auch mit sprachfreiem Material trainiert und damit entscheidend verbessert werden.

Neben diesem Funktionstraining kommt bei jeder Legasthenietherapie auch ein Aufmerksamkeitstraining zum Einsatz.

Und natürlich muss geübt werden (Symptomtraining).

Dieser Ansatz (Aufmerksamkeits-, Funktions- und Symptomtraining, kurz AFS) funktioniert auch bei Kindern mit einer Rechenschwäche (Dyskalkulie).

Bei welcher Lernstörung auch immer, ein psychotherapeutischer Zugangsweg ist immer angezeigt. Lerngestörte Kinder neigen dazu, Verhaltensauffälligkeiten zu entwickeln, die hinwiederum zurückwirken auf ihre Lernfähigkeit.


Wenn Sie Hinweise darauf haben, dass ihr Kind möglicherweise eine Lernstörung hat, dann ist es sinnvoll, zunächst abzuklären, ob es sich um eine Legasthenie oder Dyskalkulie im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) handelt. Dann nämlich muss das Jugendamt die Kosten tragen. Eine vom Jugendamt anerkannte Diagnose erstellt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Reinhard-Nieter-Krankenhaus, Friedrich-Paffrath-Straße 100 (Telefon 04421 - 89-0). Wilhelmshavener Eltern können sich wegen einer Diagnose auch an das Beratungszentrum an der Adalbertstraße 9 (Telefon 04421 - 98 89-0) wenden.

Sobald Sie sich dort angemeldet haben, wenden Sie sich am besten auch schon an das Jugendamt (Wirtschaftliche Jugendhilfe), um sich die Antragsformulare abzuholen. Dort erhalten Sie auch eine Liste, auf der außer der Rechtschreibwerkstatt zahlreiche weitere TherapeutInnen genannt sind.

Wenn die KJP (oder das Beratungszentrum) feststellen sollte, dass es sich nicht um eine Lernstörung im Sinne des KJHG handelt, Sie aber trotzdem für Ihr Kind eine Behandlung wünschen, dann müssen Sie die Kosten selber tragen. Erkundigen Sie sich unter Telefon 04421 - 99 64 70.

In der Rechtschreibwerkstatt können auch erwachsene LegasthenikerInnen sowie Erwachsene, die nicht lesen und schreiben können, individuelle Hilfe bekommen.